Augenakupunktur – was ist das?

Besser sehen mit der Augenakupunktur

Bei der Augenakupunktur werden die Nadeln selbstverständlich nicht in die Augen gesetzt, sondern an speziellen Akupunkturpunkten am Kopf, an den Händen, Knien und Füßen.

Diese Therapiemethode hat, wenn sie fachgerecht ausgeführt wird, keinerlei Nebenwirkungen und kann bei jedem Patienten altersunabhängig durchgeführt werden. Bei kleineren Kindern empfiehlt es sich eher mit speziellen Augenübungen zu beginnen.


Nach der Methode von Boel können fast alle Augenerkrankungen behandelt werden. z.B.

  • Altersweitsichtigkeit
  • trockene Augen (Sicca-Syndrom)
  • Makuladegeneration
  • Retinitis pigmentosa (Pigmentablagerungen auf der Netzhaut)
  • Glaukom (grüner Star)
  • Kurzsichtigkeit bis zum 20. Lebensjahr
  • Augenleiden verursacht durch Diabetes
  • Augen-Thrombosen etc.
  • Erblindung durch Gehirnschädigungen (Unfälle)
  • Sehstörungen nach Unfällen und Operationen
  • Vor- und Nachsorge bei Operationen

Diese Akupunktur-Methode ist noch sehr jung und darum weniger bekannt. Sie hat mit der TCM nicht viel gemeinsam. Meine Praxiserfahrung hat jedoch immer wieder gezeigt, dass sich mit dem von mir entwickelten Behandlungsschema bessere Erfolge erzielen lassen.

Behandlungsschema

Der Patient und ich lernen sich zu einem ersten Kontakt kennen. Es ist wichtig, dass "die Chemie stimmt", der Patient Vertrauen gewinnt und die ihn umgebende Atmosphäre als angenehm empfindet. Auch für mich ist dieser erste Eindruck wichtig, bezogen auf Statur, Alter, Erscheinung etc. des Patienten. Dieses erste Gespräch beinhaltet keine Anamnese und kann auch nur als kurze Information betrachtet werden. Wenn gewünscht, erstelle ich nach diesem Gespräch einen Kosten- und Behandlungsplan. Die Kosten für diesen Erstkontakt belaufen sich auf € 40,00. Dauer ca. 30 bis 45 Minuten.

Die Boel-Akupunktur beinhaltet in der Regel zwischen 8 bis 10 Nadeln, die fast immer wieder in die gleichen Akupunkturpunkte gesetzt werden. Zwischen den Behandlungen (Doppelbehandlung) liegt immer mindestens eine Stunde Pause. Die Behandlung kann z.B. an 10 Wochentagen durchgeführt werden (Wochenende Pause), sofern der Patient belastbar genug ist. Ansonsten empfehle ich die in meiner Praxis angewandte Methode, wie sie nachfolgend beschrieben ist. Hierbei handelt es sich lediglich um eine Grundbehandlung. Die Behandlung sollte auf jeden Fall ausgeschlichen werden. Empfohlen wird ausserdem die einmal monatliche Doppelbehandlung beizubehalten.

Anamnese

Zu jeder erfolgreichen Behandlung gehört eine ausführliche Anamnese. Die naturheilkundliche Anamnese dauert in der Regel zwischen 1 und 2 Stunden und wird etwas anders ablaufen, als Sie dies von Ihrem Arzt her gewohnt sind. Es handelt sich um ein ausführliches Gespräch, wie es auch bei einer homöopathischen Behandlung durchgeführt wird. Es ist wichtig, die Person in Ihrer Ganzheit zu erfassen, denn nur so kann ein Behandlungsplan erstellt werden. So werden viele Fragen gestellt, die vordergründig nichts mit Ihren Augenn zu tun haben aber dennoch für den Behandler sehr wichtig sind. Schliesslich sind wir ja kein Auto, an dem nur mal eben die Scheinwerfer gewechselt werden, sondern ein komplexes Individuum mit allem was das Leben ausmacht. In der klassischen Homöopathie findet man im übrigen nur so das passende Arzneimittel.

klassische Akupunktur

Auch die klassische Akupunktur beziehe ich immer in die Behandlung mit ein, da es aus der chinesischen Medizin sehr viele wirksame Augenpunkte gibt und der ganzheitliche Aspekt damit mehr angesprochen wird. Über die Pulsdiagnose - ein chinesisches Diagnoseverfahren aus alter Zeit - werden die Energiezustände der einzelnen Organe ertastet. So kann ich mir ein Bild machen, welches Organ gerade "energetisch überladen" oder "energetisch geschwächt" ist. Dazu wird dann ein weiteres Behandlungsschema erarbeitet.

Organe

In den Naturheilverfahren gilt immer der ganzheitliche Aspekt. So auch hier. Zu den Augen bilden so gut wie immer die Niere und die Leber einen Bezug, wie auch an den Pulsen erkennbar ist. Es ist daher wichtig, dass diese Organe gestärkt werden oder auch eine Entgiftung angestrebt wird. Dies kann mittels ausgewählter Akupunkturpunkte, pflanzlicher Medikamente, Homöopathika sowie Schüsslersalzen erfolgen. Auch Injektionen (nicht ins Auge), Salben um den Energiefluss in bestimmten Zonen anzuregen, oder hom. Augentropfen sind möglich. Hierzu muss für jeden einzelnen Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt werden. Die naturheilkundlichen Präparate schliessen die schulmedizinischen Präparate aber keineswegs  aus, sondern können sie sinnvoll ergänzen, in manchen Fällen aber auch ersetzen. Die von mir verordneten Präparate erhalten Sie übrigens nur in der Apotheke. 

Ohrakupunktur

Das Ohr ist eine Reflexzone auf der der ganze Mensch abgebildet ist. Hier werden unterstützend sowie in den Behandlungspausen diverse "Augenpunkte" mit Dauernadeln im Ohr genadelt bzw. überbrückt.

Laser-Akupunktur

Die Laserakupunktur ist eine Softlaser-Variante. Hier wird nichts weggelasert, verbrannt oder dergleichen, sondern es wird über das Gerät Energie in Akupunktur-Punkte zugeführt. Dies ist eine sehr gute unterstützende Maßnahme zur Akupunktur bei Punkten, die sonst sehr schmerzhaft sein könnten.

Qi Gong

Es gibt spezielle Augenübungen aus dem Qi Gong, die ich Ihnen gerne auf Anfrage erkläre. Es handelt sich hierbei um einfache Übungen.

Tuina 

Hier handelt es sich um eine Art Massage mit Akupressur. Diese Tuina wird rund um die Augen und am Kopf mit einem leichten Öl durchgeführt. Auch diese Behandlung führe ich auf Wunsch gerne durch.

Ernährung und Bewegung

Auch eine falsche Ernährungsweise kann für verschiedene Augenerkrankungen verantwortlich sein. Ausreichende körperliche Bewegung unterstützen die Behandlung zusätzlich. Auch hier gebe ich Ihnen gerne auf Anfrage Anregungen und Tipps.

Seele und Augen

Lassen Sie die Seele bitte bei jeglicher Augenkrankheit nicht ausser Acht. Sehr oft habe ich schon erlebt, dass sich z.B. nach einem traumatischen Erlebnis das Augenlicht verschlechtert hat. Hierzu mein Literatur-Tipp:
"Das andere Augenbuch" von Dr. Ilse Strempel

Frau Strempel ist Augenärztin und hat dieses Buch geschrieben als von der Augenakupunktur noch nicht die Rede war. Ich bitte dies zu beachten.

Allgemeines

Bei meiner Behandlung wird der gesamte Organismus umgestimmt. Da viele Patienten schon lange Jahre Medikamente einnehmen, wird hier der erste Entgiftungsreiz gesetzt. Dies kann sehr müde machen. In der Phase der Grundbehandlung sollten Sie sich daher keine größeren Aktivitäten vornehmen. Ausserdem ist wichtig, dass während der ganzen Behandlungszeit viel getrunken wird, um die Giftstoffe aus dem Körper auszuschwemmen. Hin und wieder kann es zu kleinen Blutungen (aus den Nadelstichstellen) kommen, das ist dann wie ein kleiner Aderlass und für den Körper eine Entlastung. Auch lässt sich hin und wieder ein kleiner blauer Fleck nicht vermeiden. 

Es kann vorkommen, dass die Sehkraft zunächst schlechter wird. Keine Angst: Das ist ein Heilreiz und sehr willkommen. Man kann mit Akupunktur und den anderen Methoden nichts schlechter machen. Das einzige was passieren kann ist, dass es nicht hilft. Bitte verzagen Sie nicht, wenn sich zunächst keine Besserung einstellt. Bei manchen Patienten wirkt die Behandlung erst sehr lange nach. Es kann also sein, dass Sie erst nach 3 bis 5 Monaten eine Wirkung spüren. Bei einer Macula-Degeneration ist es oft schon ein großer Erfolg, wenn diese zum Stillstand kommt.  Bei Diabetikern lässt der Erfolg oft noch länger auf sich warten. Regelmäßige Augenarzt-Besuche sind wichtig, damit Veränderungen erkennbar sind. Der Hausarztbesuch ist ebenso wichtig, da sich oft bei einer solchen Behandlung z.B. der Blutdruck verändert und der Patient ggfs. "neu eingestellt" werden muss. Sollten Sie Arztberichte und -befunde haben, bringen Sie diese bitte zur Erstanamnese mit.

Bis zu 70% der behandelten Personen erreichen eine spürbare Verbesserung ihres Leidens. Je nach Art und Schwere der Erkrankung ist das Fortschreiten und auch eine völlige Wiederherstellung des Sehvermögens möglich. Die größten Erfolgsaussichten bestehen, wenn sehr früh mit der Therapie begonnen wird.

Behandlungsbeispiel

In der 1. Behandlungswoche werden an 3 Tagen jeweils 2 Behandlungen (Doppelbehandlungen) durchgeführt, z.B. montags, mittwochs und freitags. Zwischen den Doppelbehandlungen liegt ca. eine Stunde Pause. Das Wochenende kann mit Dauernadeln im Ohr überbrückt werden.

In der 2. und 3. Behandlungswoche wird genauso verfahren.

In der 4. Woche werden an 2 Tagen jeweils 2 Behandlungen (Doppelbehandlungen) durchgeführt, z.B. dienstags und donnerstags.

In der 5. Behandlungswoche wird wiederum genauso verfahren.

In der 6. und 7. Woche wird noch jeweils eine Doppelbehandlung durchgeführt, z.B. mittwochs. Hiermit wäre dann die Grundbehandlung abgeschlossen.

Es folgt ein 14-tägiger- und danach ein monatlicher Ryhtmus. Um den Status zu erhalten, wird eine monatliche Doppelsitzung empfohlen. Das Behandlungsschema kann individuell angepasst werden.

Hinweis:
Es gibt private Krankenkassen, die die Kosten übernehmen. In der Regel muss die Behandlung aber selbst bezahlt werden.